Do-Hombruch. Dass Singen verbindet, Gemeinschaft schafft und ganz viel Lebensfreunde vermittelt, das ist an diesem Morgen Ende Mai mit Händen zu greifen. Die 20 Seniorinnen und Senioren, die sich im großen Saal versammelt haben, singen zusammen mit Gudrun Quessel die Vogelhochzeit – und das ergänzt um Strophen, die sie selbst getextet haben. Heute ist ein besonderer Tag, denn das Seniorenzentrum Haus Am Tiefenbach wird vom Verein „Singende Krankenhäuser e.V.“ als „Singende Pflegeeinrichtung“ ausgezeichnet.
Im Herbst 2024 hat Gudrun Quessel im Seniorenzentrum verschiedene Singkreise ins Leben gerufen. Sie ist ausgebildete Musikgeragogik, verbindet also Musikbildung und Gerontologie, um ältere Menschen ganzheitlich zu aktivieren. Das tut sie beispielsweise durch gemeinsames Singen, durch Bewegungslieder, Rhythmik oder Sitztänze. Das kommt bei den Bewohnerinnen und Bewohnern sehr gut an, auch bei denen, die an einer Demenz erkrankt sind. – Dank Gudrun Quessels Arbeit haben Musik und Gesang im Haus Am Tiefenbach einen besonderen Stellenwert gewonnen.
Marco Lombardo, der selbst Singleiter ist und als musikalischer Botschafter des Vereins das Zertifikat überreichte, hob in seiner kurzen Ansprache hervor, dass Singen auch heilsame Kräfte hat, sprich gesundheitsfördernd ist; beispielsweise Stress abbaut oder das Immunsystem schärft. – Das gilt übrigens auch für diejenigen, die von sich sagen, sie könnten nicht singen; denn, so Marco Lombardo, es kommt beim Singen nicht darauf an, dass man jeden Ton trifft…



